Massivbau mit Beton

Beim Hausbau geht nichts mehr ohne Beton

Beton-MassivhausBeton ist in seiner Urform ein sehr alter Baustoff, der ständig verbessert und durch Beimischungen bereichert wurde. Schon vor 14.000 Jahren wurde mit Mörtel aus gebranntem Kalk gearbeitet. Viele Bauwerke wie Brücken, Häuser und Tempel wurden während der Zeit des Römischen Reiches gebaut und sind heute noch zu besichtigen. Das Grundrezept besteht aus Zement, Kalkstein und Wasser. Als Körnung wird Sand oder Kies hinzu gegeben. Indem verschiedene Materialien beigemischt werden, entstehen unterschiedliche Eigenschaften, die individuell an die Anforderungen im Massivbau angepasst werden können.

 

Eigenschaften und Einsatzgebiete von Beton

Da es verschiedene Varianten dieses Baustoffs gibt, unterscheiden sich auch dessen Eigenschaften, und er kann im Massivbau für die verschiedensten Projekte eingesetzt werden. Mit Beton sind auch schmale und hohe Wände realisierbar. Gerade in Stadtgebieten besteht Platzmangel, und mit dünneren Wänden können Bauplatz und Wohnraum effektiv genutzt werden. Im Massivbau kommen in der Regel Leicht-, Normal- und Schwerbeton zum Einsatz

 

  • Leichtbeton
    Dieser Baustoff enthält Luftporen, die durch Beimischung von Gesteinskörnungen entstehen. Da diese Poren Wärme speichern, kann im Massivhaus eine gute Wärmedämmung erreicht werden. Leichtbeton wird je nach Wunsch in allen Größen und Formen produziert und für Mauersteine, Trennwände, Dachplatten und Fertigteile verwendet.

  • Normalbeton
    Sofern keine besonderen Eigenschaften angegeben sind, wird mit Normalbeton gearbeitet. Im Massivbau werden damit hauptsächlich Fertigteile hergestellt, doch auch für Decken, Trennwände und Keller wird er eingesetzt.

  • Schwerbeton
    Durch die Beimischung von bestimmten Gesteinen wie zum Beispiel Magnetit oder Hämatit entsteht Schwerbeton. Diese Stoffe erhöhen die Dichte des Betons und werden oft als Schutz gegen Strahlung eingesetzt. Auch Gewichte für Kräne oder Maschinen sowie im Hausbau Bodenplatten oder Wände, die vor Strahlung schützen sollen, werden aus Schwerbeton gefertigt.

 

Vor- und Nachteile des Baustoffes Beton

Im Massivbau wird dieser Baustoff gern eingesetzt, weil er guten Schall- und Brandschutz sowie Natürlichkeit bietet. Er ist ein günstiger Baustoff, der sich beliebig an die gestellten Anforderungen anpassen lässt. Durch Beimischungen ist es sogar möglich, ein wasserfestes Material zu bekommen, das sich im Massivhausbau für Keller in hochwassergefährdeten Gebieten eignet. (Sie in diesem Zusammenhang: www.keller-bauen.de)

Durch die Erhöhung der Dichte kann er für hohe, schmale Wände verwendet werden und bietet trotzdem eine gute Tragfähigkeit. Durch die Wärmedämmung von Leichtbeton kann dieser optimal im Massivhaus eingesetzt werden, da so eine energieeffizientere Bauweise möglich wird. Schwerbeton kann Strahlungen im Massivbau unschädlich machen und so die Bewohner schützen.

 

Ein klarer Nachteil ist die mangelnde Wärmedämmung, vor allem bei Normal- und Schwerbeton. Durch die hohe Dichte des Betons müssen Wände, Keller oder Bodenplatten zusätzlich gedämmt werden, da sonst die Energieeinsparverordnung nicht eingehalten werden kann. Informationen zu den Eigenschaften, Vorteilen und Nachteilen der verschiedensten Dämmstoffe finden Sie auf der Website https://www.massivhaus-neubau.de/daemmung.html.

 

Technische Daten

  • Rohdichte
    1,8-2,4 g/cm3

  • Druckfestigkeit
    gem. DIN 1045-2 wird in die Druckfestigkeitsklassen C8/10, C 12/15, C 20/25, C 30/37, C35/45 und C 45/55 unterschieden.
    Hochfeste Betone gehören in die Klassen C 55/67 bis C 100/115. Die jeweils erste Zahl ergibt die Druckfestigkeit innerhalb eines standardisierten Prüfverfahrens nach 28 Tagen in über 95 % der Fälle, die zweite Zahl steht für die Festigkeit eines Würfels mit einer Kantenlänge von 15 cm.

  • E-Modul (Elastizitätsmodul)
    ansteigend mit der Druckfestigkeit; z. B. 29.000 N/mm2 in Klasse C 25/30 und 38.800 N/mm2 in Klasse C 60/75.

  • Schwindmaß
    ca. 0,2 mm/m (wird nach etwa drei Jahren erreicht)

  • Wärmeleitfähigkeit
    2,1 W/(m ¬K)

  • Spezifische Wärmekapazität
    1.000 J/(kg K)

  • Thermische Ausdehnung
    Dies kann nur beispielhaft angegeben werden, da sie von den Gefügeeigenschaften, der Wärmedehnzahl und der Temperaturdifferenz abhängt.
    Beispiel für Stahlbeton: Bei einer Erwärmung von -20° C auf +40° C beträgt die Temperaturdehnung 0,6 mm/m.

  • Wasserdampf-Diffusionswiderstand
    Ist abhängig von der Rohdichte; Beton von mittlerer Rohdichte hat zum Beispiel einen Wasserdampf-Diffusionswiderstand von 60-100µ

  • Wärmespeicherfähigkeit
    0,28 Wh/kg K

 

Fazit:
Beton ist ein kostengünstiger Baustoff, der sehr anpassungsfähig ist. Daher findet er beim Hausbau viele Befürworter. Mit ihm sind auch besondere Formen oder Größen beim Massivhausbau umsetzbar. Er ist einer der ältesten Baustoffe, nach wie vor beliebt und daher auf jeden Fall zu empfehlen.