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... der Porenbeton

 
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Porenbeton

Der Baustoff Porenbeton, welcher im Sprachgebrauch auch Gasbeton genannt wird, ist ein relativ leichter, poröser und mineralischer Baustoff. Er gehört zu den dampfgehärteten Baustoffen. Faktisch ist Porenbeton kein Beton, denn er enthält in der Regel keine Zuschlagstoffe. Porenbeton erfordert eine spezielle Dampfbehandlung mit gesättigtem Wasserdampf.

Herstellung
Porenbeton besteht aus Quarzsand, Zement und Kalk. Unter Zugabe von Wasser, werden diese drei Rohstoffe zu einer Mörtelmischung verarbeitet und in große Formen gefüllt. Die Poren, die dem Baustoff auch seinen Namen geben, entstehen durch eine Treibmittel Zugabe. In der Regel verwendet mal als Treibmittel Aluminiumpulver oder feinteilige Aluminiumpaste. Die Treibmittel erzeugen Luftporen, welche das Volumen des Mörtelbreis auf ein vielfaches ansteigen lassen. Sind die Formen nach der vollständigen Reaktion völlig ausgefüllt, werden die Formen entfern und der standfeste Rohblock mittels straff gespannter Drähte geschnitten. Danach werden die geschnittenen Rohblöcke in sogenannten Autoklaven gehärtet. Dabei wird der geschnittene Rohblock über einen Zeitraum von bis 12 Stunden einer Sattdampf Atmosphäre von 190 bei einem Druck von 12 bar ausgesetzt.

Eigenschaften
Durch den hohen Anteil luftgefüllter Poren, ist Porenbeton, im Verhältnis zu anderen Massivbaustoffen sehr leicht. Im professionellen Hausbau nutzt man daher gern größere als herkömmliche Mauersteine
aus Porenbeton und spart dadurch Arbeitszeit. Wegen der zahlreichen gleichmäßig verteilten kleinen Luftporen besitzt Porenbeton eine vergleichsweise niedrige Rohdichte und somit eine für massive Baustoffe sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit. Das bewirkt einen exzellenten Wärmeschutz. Auf einen zusätzlichen Wärmeschutz (Wärmeverbundsystem) kann deshalb häufig verzichtet werden.
Gerade wegen der Porenstruktur, ist das Verhältnis von Rohdichte zu Druckfestigkeit beim Porenbeton, im Vergleich zu anderen Massiv-Baustoffen höher. Porenbeton hat zwar ein geringes Eigengewicht, jedoch bei hoher Druckfestigkeit. Somit ist dieser Baustoff auch für höhere Belastungen geeignet. Die geforderten Schallschutzanforderungen werden ohne Probleme erreicht.

Verwendung
Porenbeton wird sowohl von Profis als auch Hobby-Handwerkern sehr geschätzt. Es gibt von den verschiedensten Herstellern komplette Rohbausysteme für den Hausbau in Eigenregie. Der homogene Wandaufbau, mit Porenbeton und Dünnbettmörtel, ermöglicht eine thermisch hochwertige Bauweise ohne Wärmebrücken. Zusammen mit dem Putz bildet dieses Mauerwerk eine energieeffiziente Außenwand für Ihr Eigenheim. Porenbeton kommt bei Außen- und Innenwänden und wegen seiner leichten Verarbeitung beim individuellen Innenausbau zum Einsatz.